Jenaplan-Schule Suhl - Schulprofil

Jenaplan-Schule Suhl

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Schulprofil

Jenaplan-Pädagogik - Was ist das?

Die Grundlage unserer Schularbeit ist der historische Jenaplan, jedoch in der praktischen Arbeit müssen wir ständig auf die zeitgemäßen Anforderungen und Entwicklungsschritte unserer Kinder reagieren.

Gemeinschaft erleben

Zum Wesen unserer Schule gehört, dass wir keine traditionellen "Klassen" bilden, sondern jeweils drei Jahrgänge zu einer Lern- und Lebensgruppe, gleich: Stammgruppe, zusammenfassen.

Lernstrategien entwickeln

In der Stammgruppe werden Themen und Projekte fächerübergreifend erarbeitet. Grundkenntnisse und notwendige Fähigkeiten für dieses Arbeiten werden von den Kindern im Kursunterricht erworben. Diese Kurse können jahrgangsbezogen, aber auch niveaubezogen sein.
Die traditionelle inhaltliche und methodisch feste Gliederung des Unterrichtes im 45-Minuten-Takt des Fachunterrichtes ist verändert in einen flexiblen Tagesrhythmus mit drei Lernblöcken von 95 bis 100 Minuten.
Fachdidaktisch setzen wir neue Forschungsergebnisse um - Lesen durch Schreiben, Mathematik 2000.

Lehrer begreifen sich an unserer Schule als Partner und Helfer der Kinder, aber andererseits als souveräne Vertreter ihres Fachgebietes. Sie bieten den Kindern ein möglichst breites Spektrum an Arbeitsmethoden an, aus dem jedes Kind frei wählen kann. Somit wird Raum für Entwicklung und ein sich Ausprobieren geschaffen.

Begabungen fördern

Jeder Schüler soll sich nach seinen Möglichkeiten entfalten. Eine Differenzierung der täglichen Aufgaben abgestimmt auf die individuellen Lernunterschiede unserer Schüler ist zum Bestandteil des Schullebens geworden. Die Förderung der Begabung geht noch einige Schritte weiter. Unsere Schüer können in diesem Sinne problemlos am Kursunterricht höherer Jahrgangsstufen teilnehmen oder gegebenenfalls eine Jahrgangsstufe überspringen.

Kreativität ausleben

Die Leistungsbeurteilung unserer Schüler erfolgt im 1. und 2. Jahrgang durch ein Worturteil. Im 3.Jahrgang wird ergänzend eine erbrachte Leistung mit der entsprechenden Note (zunächst in Klammern gesetzt) versehen. Ab dem 4. Jahrgang erhalten alle Schüler wie an anderen Schulen ein Notenzeugnis sowie einen Bericht zum Lernprozess. Es ist uns wichtig, den Kindern bei der halbjährlichen Auswertung und im Schulleben die Möglichkeit zur Selbsteinschätzung zu geben.

Verantwortung wahrnehmen

In einem rhytmischen Wechsel bilden Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier die Grundformen von individuellem und gemeinsamem Lernen und Leben an unserer Schule. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind für die Schüler gestaltbar, stehen Probleme oder Änderungswünsche an, können die Stammgruppen ihre Vertreter in die Kinderkonferenz an entsenden. Gemeinsam mit Lehrern und Erziehern wird das Problem diskutiert und werden Lösungen gefunden. Diese Demokratieform ist Kraftquelle und Hilfe zugleich, um das notwendige Verständnis für die Gemeinschaft an unserer Schule zu entwickeln und zu stärken.


Grundbegriffe der Jenaplan-Pädagogik in einer Übersicht

Anfangsunterricht:

Entspricht dem Kursunterricht zur Wissensvermittlung im 1.Jahrgang, der die Besonderheit aufweist, dass die Schulanfänger in kleineren Gruppen von etwa 10 bis 12 Schülern unterrichtet werden (siehe auch Kursunterricht).

Arbeitsgemeinschaften:

Außerschulisch werden allen Kindern Arbeitsgemeinschaften angeboten. Jährlich wird das Angebot entsprechend den Möglichkeiten zusammengestellt, z. B. : Kochen und Backen, Schach, Tanz, Computerkurs, Spitze Feder (Schülerzeitung), Theater/Laienspiel, Künstlerisches Gestalten

Bericht zum Lernprozess:

Zum Halbjahres- und Schuljahresende wird ein Bericht zum Lernprozess für jedes Kind geschrieben. Bereits in den monatlichen Teamsitzungen werden Beobachtungen zu den Fortschritten und auch Schwächen ausgetauscht. Alle Informationen werden vom Stammgruppenleiter in diesem Bericht zusammengefasst. Darin wird das Kind direkt angesprochen und erhält Auskunft über seine Gemeinschaftsfähigkeit, Selbständigkeit, Leistungsbereitschaft, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Verlässlichkeit und Produktivität und erfährt, wo es neue Perspektiven entwickeln kann und muss. Sowohl Bericht als auch Zensurenzeugnis werden jedem Kind - gemeinsam mit den Eltern  - vorgelesen und danach besprochen.
Ab dem 4. Jahrgang tritt dieser Bericht neben das "normale" Zensurenzeugnis.

Fachkurse:

Diese Kurse werden jahrgangsweise in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Sach- und Heimatkunde durchgeführt. In der Regel finden sie in den ersten beiden Unterrichtsstunden des Tages statt und beanspruchen ein Drittel der Lernzeit des Tages. Es gibt für die Schüler direkte Leistungsüberprüfungen und auch die Einleitung von entsprechender Förderung.

Freitagsfeier:

Sie ist fester Bestandteil des Lebens an der Jenaplan-Schule und bildet den Abschluss der Woche. Ihre Inhalte sind von Musik, Sport / Spiel, Theater, Sprache, Wissenswertes und dem Joker geprägt. Mindestens einmal im Monat finden sich alle Kinder, Lehrer, Erzieher und auch Gäste zur gemeinschaftlichen Feier ein. Hier werden Projekte präsentiert, hier führen Stammgruppen ihre eigenen Programme auf. Auch Geburtstage und besondere Erfolge oder Anstrengungen der Kinder werden so gefeiert. Jedes Kind kann sich mit seinen Stärken zeigen und erhält Anerkennung.
Gestaltung der Lernumgebung: Schulflure, schulküche, Speiseraum, Innenhof und Pausenhof sehen wir als kreative Gstaltungsfläche für die Kinder. Das bringt Themen für den Kreativkurs des Kinderhortes. Das Eigene führt zu einer Achtung, Pflege und Verantwortlichkeit.

Kinderhort:

Kinder können den Hort sowohl vor Schulbeginn als auch in den Nachmittagsstunden besuchen. Nach dem Schultag möchten wir im täglichen Ruhekreis mit Phantasiereisen und Musikhören die Möglichkeit für Entspannung und Stressabbau bieten. Die aktive Beschäftigung legt Wert auf einen kreativ gestalterischen Umgang mit Naturmaterialien nach dem Grundsatz "Kopf, Herz und Hand". Vielfältige Sport- und Spielmöglichkeiten stehen den Kindern ebenso zur Verfügung.

Kinderkonferenz:

Jede Stammgruppe kann ihre gewählten Sprecher als Vertreter ihrer Vorstellungen und Bedürfnisse in die Kinderkonferenz entsenden. Diese ist ein Instrument zur Gestaltung des gemeinsamen Schullebens.

Kursunterricht:

Im Jenaplan sind verschiedenen Formen von Kursen vorgesehen, die alle gemeinsam dem Erwerb von Grundkenntnissen dienen. Es gibt Fachkurse, Niveaukurse und projektbegleitende Kurse (weitere Informationen unter diesen Stichwörtern).

Montagskreis:

Dieser wird in den Jahrgangsstufen unterschiedlich gestaltet. Die Untergruppen legen hierzu wöchentlich ihren Kreispräsidenten fest, der den Gesprächskreis leitet und dafür sorgt, dass jedes zuvor angemeldete Kind zu Wort kommt. Gesprächsthemen können das Wochenende, ein interessantes Thema oder auch Probleme (Kummerkasten) sein. Im Kreis werden auch Geburtstage gefeiert oder besondere Erfolge von Kindern gewürdigt.
In den höheren Jahrgängen entstehen Vortragsreihen zu vielfältigen Themen. Der Montagskreis wird zu einem Lernprozess für Gesprächskultur und Argumentationsfähigkeit.

Niveaukurse:

Diese Kurse sind eine Besonderheit unserer Schule und wurden zuerst im Fach Mathematik eingeführt. Kinder unterschiedlicher Jahrgangszugehörigkeit, aber gleichen Leistungsniveaus lernen und arbeiten gemeinsam. Die Entscheidung darüber, auf welchem Niveau das einzelne Kind am Unterricht teilnimmt, trifft das Jenaplan-Team, das sich monatlich darüber berät, gemeinsam mit den Eltern.

Präsentation:

Sie dient der Vorstellung der Arbeitsergebnisse und kann in der Feier in der engeren Stammgruppe oder auch vor der Schulgemeinschaft unter Einbeziehung der Eltern erfolgen. Besonders gelungene Projekte werden auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht oder zur Teilnahme an Wettbewerben genutzt.

Projektarbeit:

Diese halten wir für so wichtig, weil hier die Nähe zur außerschulischen Wirklichkeit am größten ist und die Forderung nach "entdeckendem Lernen mit allen Sinnen" am ehesten eingelöst wird. Die Projektthemen sind grundsätzlich sehr umfangreich. Die Kinder müssen sich selbst Gedanken machen, was sie zu dem vorgegebenen Thema bereits wissen und was sie erfahren oder ausprobieren möchten. Es müssen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen werden. Am Anfang eines Projektes steht gegenwärtig immer noch ein vom Lehrer vorgegebener Pflichtteil zur Prüfung, ob wesentliche Lehrplaninhalte verarbeitet wurden. Diese Arbeiten sollen innerhalb eines Rahmenzeitplanes bewältigt werden. Da Projektarbeit zum großen Teil im Team durchgeführt wird, müssen Verantwortungen für Teilaufgaben untereinander abgeklärt werden. Die Arbeit endet mit einer Präsentationder Arbeitsergebnisse.

Projektbegleitende Kurse:

Diese sind Spezialkurse der Mittelgruppen und werden im Jahrgang unter dem von uns erfundenen Namen NaSa (Natur- und Sachkunde) durchgeführt. Die Fächer Biologie, Geografie, Sachkunde und Geschichte liegen dem Inhalt dieser Kurse zugrunde. Die Schwerpunkte dieser Kurse wechseln etappenweise oder synchron zu den jeweiligen Projekten und dienen - begleitend zum Projekt - der Aneignung und Systematisierung wichtigen Fachwissens. Das erworbene Grundwissen wird durch Tests und Kurzkontrollen überprüft.

Stammgruppe:

Um den Kindern die natürliche Erfahrung zu vermitteln, welche Chancen und Probleme im Zusammenarbeiten und -leben mit anderen Menschen entstehen, bilden wir nach Peter Petersen entsprechende Strukturen nach und fassen unsere Kinder in altersgemischten sogenannten Stammgruppen zusammen. Die Untergruppen umfassen die Jahrgänge 1 bis 3, die Mittelgruppen die Jahrgänge 4 bis 6 und die Obergruppe die Jahrgänge 7 bis 8. In dieser Altersmischung erlebt das Kind Wochenplanarbeit, Projekt, Sport, Kunsterziehung, Musik, Montagskreis und Stammgruppenfeier. Im Laufe der Entwicklung wechselt für das Kind stets die Rolle des Gebenden und Nehmenden. Die "Namensgebung" der Stammgruppe erfolgt per Abstimmung.

Traditionen und Höhepunkte:

Zur Erhaltung unserer Gemeinschaft haben wir wiederkehrende Ereignisse entwickelt:
Familienwanderung zum SchuljahresbeginnJährliche Schulfahrten und LandschulheimaufenthalteWillkommensbrief an jeden Neuling von den Kindern der UntergruppenSchuleinführungsfeier mit Patenkinder höherer JahrgängeFest der PatenkinderTage der offenen Tür im Herbst und im FrühjahrSchulfest am Schuljahresende gemeinsam mit den ElternIndividuelle ZeugnisübergabeThematische ElternkreiseMonatlicher Gesprächskreis "Ich lade ein" (Verein, Eltern, Erzieher, Gäste)Thematische Höhepunkte des Monats

Wochenplan:

Die Arbeit mit Wochenplänen stellt einen hohen Anspruch an die Entscheidungs- und Planungsfähigkeit des Kindes und an die Selbständigkeit des Arbeitens. Der Wochenplan wird individuell auf die Leistungsfähigkeit des Kindes abgestimmt. Ziel ist die individuelle Förderung, das Abstellen von Frustation bei Lernschwächen aber auch die Ausbildung von Leistungskompetenz durch Bewältigen auch "unliebsamer" Aufgaben. Die Angebote erlauben einen Wechsel zwischen Einzel- und Partnerarbeit, zwischen mündlicher und schriftlicher sowie praktischer und theoretischer Arbeit. Ältere Schüler geben ihr erworbenes Wissen an Jüngere weiter, es entsteht eine Lern- und Arbeitsgemeinschaft.
Ab der Mittelgruppe verändert sich der Charakter dieser Arbeit, teils wird sie durch die Projektarbeit durchgeführt andererseits dient sie der Bearbeitung und Festigung von Lernstoffen. In Mathematik und in Englisch werden differenzierte Wochenpläne erstellt, um dem individuellen Fortschreiten des einzelnen Kindes gerecht zu werden.

Zensurenerteilung:

Hat ein Kind eine bestimmte Zensur erreicht, gibt es die Frage nach dem Warum? und Wie? zumeist nicht. Für die Entwicklung des Kindes wäre gerade diese Frage von großer Bedeutung. Daher steht die traditionelle Zensur an unserer Schule nicht im Mittelpunkt, wird jedoch den gesellschaftlichen Erfordernissen "entsprechend" ab dem 4.Jahrgang erteilt. Wir versuchen das Kind als Person wahrzunehmen und auf seine Eigenschaften wie Kreativität, Selbständigkeit, Teamfähigkeit, und Durchhaltevermögen zu achten.

Zeugnisausgabe:

Es ist eine gute Gewohnheit an unserer Schule, dass sowohl Bericht als auch Zensurenzeugnis jedem Kind - gemeinsam mit seinen Eltern - vorgelesen und danach besprochen werden. Das Kind erhält zuvor die Möglichkeit zur Selbsteinschätzung seiner Stärken und Schwächen. Es ist Ziel, dass das Kind die eigenen Reserven selbst aufspürt und auch "Fehler" als eine Entwicklungschance sieht.


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